Wenn Sie die unterstrichenen Links anklicken bekommen Sie mehr Information!
Faramir und Farouche

Wir sind absolute Hauskatzen. Ich (Faramir) bin hier im Haus der unangefochtene Chef, das will ich hier gleich mal feststellen. Seitens Farouche kommen hier keine Begehrlichkeiten auf. Ich bin halt auch schon eine imposante Erscheinung mit meinen 4,5 kg. Mein Bruder das Leichtgewicht hat nur 4,0 kg. Ok, ich gebe ja zu ich fresse auch sehr gerne. Bin aber auf keinem Fall zu dick, sondern muskulös und kräftig – ein richtiger Bodybuilder halt.

Anmerkung von Farouche:
Das stimmt was mein Bruder sagt, er ist wirklich nicht dick. Er ist aber ein absoluter Macho, Angeber und echt verfressen. Der tut ja für Leckerli fast alles, der lässt sich sogar damit manipulieren bzw. konditionieren. Das funktioniert bei mir nicht, ich hab ja schließlich Charakter. Ab und zu macht er mir auch meine Lieblingsplätze streitig, dann setzt es aber schon mal ein oder zwei Watschen. Anschließend dampfe ich allerdings ab und suche mir halt ein anderes Plätzchen.

Anmerkung von Faramir:
Ja ich tue für Leckerli und Futter schon einiges und lasse mich damit auch locken. Aber ich habe soviel Charme, dass auch schon meine Züchterin meinem Betteln nicht widerstehen konnte. Ich habe das echt gut drauf. Da mache ich einen Buckel und schlawenzel  um Frauchen oder Herrchen herum. Wenn das nicht gleich funktioniert, habe ich einen ganz hohen Bettel-Ton drauf – das funktioniert immer, da schmelzen meine Dosenöffner dahin. Stimmt schon, ich nehme hin und wieder die wirklich guten Plätze von Farouche in Beschlag, der findet aber auch immer die Highlights. Als Chefchen (so werde ich manchmal bezeichnet) steht mir so was zu.

Zu unseren Besitzern sind wir absolut lieb und schmusig. Wir machen ihnen sehr viel Freude und haben ein sonniges Gemüt. Ich denke sie würden uns nie mehr hergeben. Aber wir sind halt auch richtige Katzen und stellen auch mal etwas an, was der Babs und dem Detlef nicht so gut gefällt – da müssen sie durch.

Anmerkung von Farouche:
Ich bin das nie, es ist immer der Dicke. Der haut ja sogar Blumentöpfe, Gläser und sonstige Gegenstände um, die sich in der Nähe des Fensters befinden. Das passiert immer dann, wenn er die blöde Streunermieze Luzie vom Wohnzimmer- oder Küchenfenster aus sieht. Da wird er echt zum Rambo. Macht voll den Molli und rennt wie von der Tarantel gestochen im Wohnzimmer und in der Küche herum, um sie zu verscheuchen. Ist dann keine von den Miezen draußen, dann guckt er sehnsüchtig zum Fenster raus und ruft nach Ihnen.

Anmerkung von Faramir:
Das stimmt alles, aber ich bin nun mal der Chef und muss für geordnete Verhältnisse sorgen. Also, wenn schon das Brüderchen alles verpetzt, dann plaudere ich halt auch mal aus dem Nähkästchen. Der klaut doch echt dem Herrchen die Socken aus dem Schrank. Und Herrchen hat es wohl nicht gleich gecheckt. Bis er bemerkt hat, dass Farouche mit kaputten Socken im Maul durch die Gegend läuft. Der hat doch glatt mit der Pfote die Schranktüre einen Spalt aufgedrückt und mit der Kralle das Sockenknäuel rausgefischt. Jetzt hat er seinen Willen und verfügt über ein gehöriges Reservoir an Socken, die ihm Detlef überlassen hat. Er kann ja die Socken nicht mehr benutzen, da diese alle zerbissen sind.

Anmerkung von Farouche:
Na und! Endlich hat der Detlef es kapiert, ich benötige die Socken zum Spielen und Plazieren. Im Laufe des Tages verteile ich die Socken im ganzen Haus als kleine Aufmerksamkeit. Da plaziere ich hauptsächlich welche vor der Schlafzimmertüre, bei den Fressnäpfen und vor den beiden Eingangstüren. Die darf dann das Herrchen einsammeln und wieder auf dem Schrank werfen, damit ich mir sie von dort wieder holen kann.

Anmerkung von Faramir:
Sockenfetischist!

Anmerkung von Farouche:
Fresssack! Autsch, sieht komisch aus das Wort, aber stimmt so – habe im Katzenduden nachgesehen.

Mein absoluter Liebling ist das Frauchen, die würde ich am liebsten auffressen. Ich knabbere auch deshalb schon immer mal an ihr herum. Das Herrchen habe ich natürlich auch sehr lieb. Er ist ja für das Fressen (er macht leckere Trockenfuttermischungen) zuständig. Auch Schmusen mit ihm macht Spaß. Aber die Babs ist bei mir halt ein Stückchen weiter vorn. Beim Farouche ist es genau umgekehrt der liebt sein Herrchen abgöttisch. Der sitzt auch oft mit dem Herrchen am Schreibtisch. Da wird die Maus vom Computer gejagt und auch schon mal Text eingegeben. Ich hingegen ziehe den Platz auf der Kopfstütze des Chefsessels vor. Da haben wir es wieder, genau der richtige Stuhl für den richtigen Kater. Oft locke ich das Herrchen von einem seiner Bürostühle weg, um dann anschließend diesen selber in Beschlag zu nehmen. Überhaupt liege ich gerne auf einen dieser Stühle.

Wenn Fremde kommen oder die Türklingel läutet, dann bin ich immer neugierig wer da kommt. Der Farouche ergreift da fast immer erst mal die Flucht und verschwindet dann für eine Zeit in der Versenkung. Ich hingegen präsentiere mich mit meinem Astralkörper und mache zum Stolz meiner Mitbewohner einen guten Eindruck.

Anmerkung von Farouche:
Übrigens sind wir schon dreimal geflüchtet. Also ich war jedenfalls einmal dabei. Da ist die Terrassentür offen gewesen und die Fliegengittertüre nur angelehnt gewesen. Das haben wir dann für einen kleinen Exkurs genutzt, weit sind wir allerdings nicht gekommen. Wir sind gleich aufgeflogen und auf der Terrasse erwischt worden. Der Faramir ist dann noch zweimal ausgebüchst, aber auch nicht weiter gekommen. Als wahrer Herkules hat er jetzt den Dreh raus, wie er mit seiner Kraft die Fliegengittertüre aufdrückt. Erst quetscht er die rechte Vorderpfote zwischen die Fliegengittertüre und den Türrahmen. Dann drückt er mit Kopf und Körper ohne Rücksicht auf Verluste das Gitter auf.